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Zukunft von E-Fuels an
Strategische Rohstoffe gebunden

November 2020 | Hintergrund

Bohrturm

Das Institut für angewandte Ökologie, der Öko-Institut e.V., veröffentlichte im Mai 2020 eine Kurzstudie über das Klimaschutz-Potential von E-Fuels. Als E-Fuels werden synthetische Kraftstoffe bezeichnet, die mithilfe von Strom aus Wasser und CO2 hergestellt werden. Grundlegend geht es in dem Dokument um die Frage, ob und unter welchen Bedingungen E-Fuels eine sinnvolle Alternative für fossile Brennstoffe (Benzin, Diesel, Kerosin) sein können.

Das müssen BesitzerInnen von Strategischen Rohstoffen wissen

Zwei Aspekte der Studie sind für Besitzerinnen und Besitzer von Strategischen Rohstoffen besonders interessant:

Wird das für die Herstellung des E-Fuels benötigte CO2 aus der Luft gewonnen, sind E-Fuel klimaneutral, da dieselbe Menge CO2 im Kraftstoff gebunden wird, die später beim Verbrennen wieder abgegeben wird. Um hier von einer wirklich umweltfreundlichen Lösung sprechen zu können, muss der hohe Stromverbrauch bei der Herstellung des E-Fuels aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Wie Peter Ilg in DIE ZEIT am 7. März diesen Jahres erklärt: „Für massenhaft E-Fuel bräuchte man also auch massenhaft Windräder und Photovoltaik.“ Das bedeutet Neodym, Praseodym, Dysprosium, Terbium aber auch Tellur und Gallium sind wichtige Rohstoffe, wenn E-Fuel erfolgreich sein will.

Ebenso spannend ist, dass die Studie des Instituts für angewandte Ökologie nicht davon ausgeht, dass Seltene Erden in Zukunft ersetzt werden. Stattdessen betont das Institut, dass Gewinnungsprozesse nachhaltig umgestaltet werden sollten. „Ähnlich wie bei anderen Zukunftstechnologien ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Produktion der E-Fuels, die Lieferketten für die eingesetzten Materialien nachzuvollziehen und hohe Umwelt- und Sozialstandards beim Abbau der notwendigen Rohstoffe durchzusetzen“ (Kasten, 27). Seltene Erden und Klimaschutz werden hier also nicht pauschal als unvereinbar gesehen.

Ob all diese Aspekte relevant werden, hängt von der Klimapolitik und weiteren Faktoren ab. Doch kommt das E-Fuel, steigt mit großer Wahrscheinlichkeit auch der Bedarf an Strategischen Rohstoffen.

Bohrturm

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