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China schafft staatlichen Rohstoffgiganten

Dezember 2021 | Markt

Fabrik in China
Bild: iStock/AvigatorPhotographer

China plant, große Teile seiner Seltenerdindustrie zu einem globalen Rohstoffgiganten zu fusionieren, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf nicht näher benannte Insider. Noch im Dezember soll durch die Zusammenführung mehrerer im Staatsbesitz befindlicher Unternehmen die China Rare Earth Group entstehen, mit Sitz in der ressourcenreichen Provinz Jiangxi im Süden des Landes. An der Konsolidierung sollen unter anderem die Firmen Minmetals, Aluminum Corporation of China und Ganzhou Rare Earth Group beteiligt sein.

Über entsprechende Pläne hatten mehrere Medien wie Bloomberg bereits im September berichtet. Gegenüber der chinesischen Global Times sagte damals Chen Zhanheng, stellvertretender Leiter der Association of China Rare Earth Industry, Ziel der Umstrukturierung sei ein umweltfreundlicherer Abbau der Seltenen Erden. Das WSJ hält hingegen mehr Einfluss auf die Preise für kritische Rohstoffe für das Motiv der Regierung. Durch die Konsolidierung sollen Machtkämpfe zwischen chinesischen Firmen vermieden und die Position gegenüber dem Westen gestärkt werden.

Branchenanalysten erwarten der Global Times zufolge, dass das neugegründete Unternehmen die Produktions- und Exportmenge strenger regeln wird. Das könnte die Preise für Seltene Erden in die Höhe treiben. Shanghai Metals Market rechnet damit, dass die Konzentration der chinesischen Seltenerdbranche die Preisstabilität künftig erleichtern wird. Schnelle Marktveränderungen würden vermieden werden. Gleichzeitig werde es für die vor- und nachgelagerten Unternehmen der Seltenerdproduktion schwieriger, die Preise auszuhandeln.

Fabrik in China
Bild: iStock/AvigatorPhotographer

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