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E-Mobilität: GEIG forciert Ausbau privater Ladesäulen

April 2021 | Markt

Ladesäule

Bis 2030 sollen auf Deutschlands Straßen mindestens 7 bis 10 Millionen Elektrofahrzeuge rollen und rund 1 Million Ladepunkte existieren. Der Bund drückt deshalb zunehmend aufs Gas. Anfang März hat er ein Gesetz verabschiedet, das den weiteren Aufbau privater Ladesäulen fördern soll. Konkret soll das Gesetz mit dem sperrigen Namen Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz, kurz GEIG, den Ausbau der Leitungs- und Ladeinfrastruktur im Gebäudebereich beschleunigen. Das Bundeswirtschaftsministerium schreibt dazu: „Der wesentliche Regelungsinhalt sieht vor, dass beim Neubau von Wohngebäuden mit mehr als fünf Stellplätzen künftig jeder Stellplatz und beim Neubau von Nichtwohngebäuden mit mehr als sechs Stellplätzen jeder dritte Stellplatz mit Schutzrohren für Elektrokabel auszustatten ist.“ Mit anderen Worten: Bauherren von Gebäuden mit entsprechend hoher Stellplatzzahl müssen ab sofort auch die Infrastruktur für Ladesäulen mit einplanen.

Private Ladesäulen mit 200 Millionen Euro gefördert

Was GEIG so interessant macht? Es ist innerhalb kurzer Zeit bereits die zweite Initiative des Bunds, um die Ladesäuleninfrastruktur in Deutschland zu verbessern. Im November 2020 startete bereits ein 200-Millionen-Euro schweres Programm zur finanziellen Unterstützung beim Bau privater Ladesäulen. Laut RP Online wurden seither bereits „knapp eine Viertelmillion privater Ladestationen für Elektroautos“ gefördert.

Kurios ist allerdings: Trotz des Wachstums ist die genaue Zahl privater Ladesäulen in Deutschland nach wie vor nicht bekannt. Die Bundesnetzagentur zählt ausschließlich Ladesäulen im öffentlichen Raum, und davon gab es Anfang Februar landesweit gerade mal 36.492. Detailliert nachlesen lassen sich diese in der landesweiten Ladesäulenkarte.

2020 brachte Durchbruch bei E-Mobilität

Schaut man auf die Zahlen der PKW-Neuzulassungen kommen beide Bundesinitiativen keine Sekunde zu früh. Im Gegenteil: Laut Auto Motor Sport brachte das Jahr 2020 aus deutscher Sicht den „Durchbruch der Elektromobilität“.  Denn während die Gesamtzahl der Neuzulassungen 2020 um 19,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sank, schoss die Zahl der neuzugelassenen Elektroautos um 207 Prozent in die Höhe, die der Plugin-Hybride sogar um 342 Prozent.

Ein Boom, der nicht nur die Umwelt, sondern auch Anleger Strategischer Metalle freuen dürfte. Schließlich treibt die wachsende Produktion von Elektrofahrzeugen auch die Nachfrage nach Technologiemetallen weiter an, darunter neben Lithium und Kobalt auch Seltene Erden wie beispielsweise Neodym und Dysprosium.

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