palladium zeichnung

Palladium

Unverzichtbar für Smartphones und Speicher für Wasserstoff: Palladium

Eigenschaften von Palladium

Das erst Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckte Palladium ist ein silberweiß glänzendes Metall. Palladium ist ein sehr seltenes Element, das aber noch etwas häufiger vorkommt als Gold und Platin. Es hat unter den Platinmetallen den niedrigsten Schmelzpunkt und ist am reaktionsfreudigsten.

Häufig wird Palladium als der kleine Bruder von Platin bezeichnet. Das liegt daran, dass beide Edelmetalle vergleichbare gute Eigenschaften aufweisen: so ist Palladium ebenfalls sehr hart, widerstandsfähig und farbecht. Palladium ist jedoch zäher und härter als Platin und ähnlich selten: das gesamte weltweite Palladium-Vorkommen entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von fünf Metern.

Pd

palladium als sachwert

Anwendungsgebiete für Palladium

Palladium wird oft in den gleichen Industrien verarbeitet wie Platin. Wie der große Bruder ist es feinverteilt ein exzellenter Katalysator zur Beschleunigung von chemischen Reaktionen. Nachgefragt wird es daher vorwiegend von der Elektro- und Medizinbranche, aber vor allem von den Automobilherstellern. Sie benötigen es für Benzinkatalysatoren, verwenden es in Brennstoffzellen als Elektrodenmaterial und im zukünftigen Wasserstoffauto als Speichermaterial für Wasserstoff. Damit könnte Palladium von einem möglichen Brennstoffzellenboom profitieren.

Palladium ist aber noch vielseitiger. Es erhöht die Zuverlässigkeit und Funktionalität unserer Smartphones und wird in der Medizin zur Beschichtung von Implantaten gebraucht. Wie Platin gehört Palladium zu den Lieblingen der Schmuckindustrie: es ist etwas härter als Platin, lässt sich aber sehr gut schmieden und wie Gold zu dünnen Folien auswalzen. Oft wird auch eine Legierung aus Gold und Palladium verwendet: besser bekannt als Weißgold.

Aktuell kommt Palladium vor allem in Katalysatoren zur Anwendung. Aber auch Schmuck aus Palladium ist gefragt.

Sachwert Palladium

Wissenswertes

Palladium wird zu 86% in südafrikanischen und russischen Bergwerken gefördert. Der Palladiumpreis steigt seit 2009 kontinuierlich an. Befeuert wird dieser Preisschub durch die nicht ganz unproblematische Palladium-Förderung: die Minen werden oft bestreikt und die Arbeiter meist schlecht bezahlt. Die Versorgungslage von Palladium wird daher als kritisch eingestuft.

Die weltweiten Palladiumreserven betragen 100.000 Tonnen, bei einem aktuellen jährlichen Bedarf von 280-300 Tonnen. Ca. 20% des Palladium-Bedarfs wird durch recyceltes Palladium abgedeckt. Experten gehen von einer weiteren Steigung der Nachfrage und damit der Preiskurve aus. Zuletzt hatten immer schärfere Emissionsstandards weltweit die Nachfrage angekurbelt. Die Mobilitätswende mit Fokus auf Hybrid- und Wasserstoffantriebe könnte diesen Trend verstärken und dem Palladium-Anleger weitere Chancen eröffnen.

Preisentwicklung

palladium preisentwicklung