ruthenium zeichnung

Ruthenium

Vier mal seltener als Gold, fünf mal seltener als Platin: Ruthenium

Eigenschaften von Ruthenium

Das Platinmetall ist silberweiß, hart und spröde. Sein Schmelzpunkt ist mit 2.334° C sehr hoch. Bei Raumtemperaturen behält es seine metallisch-blanke Oberfläche und läuft nicht an, aber es oxidiert an Luft bei ungefähr 800° C. Ruthenium kommt in der Natur nur in Verbindung mit Platin vor.

Ru

ruthenium als sachwert

Anwendungsgebiete für Ruthenium

Aufgrund seiner Reibungs- und Verschleißfestigkeit hat Ruthenium einen breiten Verwendungsbereich. Zum Härten von Platin und Palladium wird es in kleinen Mengen zulegiert. In Titanlegierungen erhöht eine Konzentration von 0,1 Prozent Ruthenium die Korrosionsbeständigkeit drastisch.

Der Rohstoff wird hauptsächlich in der Elektronikindustrie verwendet, z. B. als Beschichtung für Festplatten oder zum Verkleinern von integrierten Schaltkreisen. Daneben wird es in verschiedenen chemischen Verfahren als Katalysator gebraucht und kommt in der Zahnmedizin zum Einsatz. Dank seiner tumorhemmenden Eigenschaften ist Ruthenium auch ein wichtiges Mittel in der Strahlentherapie.

Server-Farmen boomen. Hier kommt Ruthenium etwa als Beschichtung von Festplatten zum Einsatz.

Sachwert Ruthenium

Wissenswertes

Ruthenium ist eines der seltensten, nicht radioaktiven Elemente auf unserem Planeten. Die größte Lagerstätte für Platingruppenmetalle liegt im südafrikanischen Bushveldkomplex. Weitere wichtige Abbaugebiete liegen in Zimbabwe und den USA. Die Jahresfördermenge liegt bei ca. 30-35 Tonnen. (Zum Vergleich: Gold: 7.000 Tonnen, Silber: 23.000 Tonnen.)

Es ist zwar möglich, Ruthenium als Industriewerkstoff in Form eines grauen Pulvers zu erwerben, aber als Anlageform taucht Ruthenium (noch) nicht im Relevant Set des Privatanlegers auf. Dass die Preise zuletzt stagnierten, mag daran liegen, dass Ruthenium keine Anwendungsgebiete mit hoher Nachfrage hat und daher keine Knappheit besteht.

Dennoch könnte Ruthenium in Zukunft eine etwas größere Rolle spielen: Aktuell werden Solarzellen mit Ruthenium-Beschichtung entwickelt, die die in der Photovoltaik vorherrschenden Silicium-Zellen dank höherem Wirkungsgrad teilweise ersetzen könnten.

Preisentwicklung

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