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Seltene Erden auf Höhenkurs

Januar 2021 | Markt

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Seit zwei bis drei Monaten steigen die Preise für viele Seltene Erden rapide an. Besonders betroffen sind die sogenannten Magnetmetalle Terbium und Neodym; zuletzt aber auch Dysprosium und Praseodym. Wie wir im August 2020 berichteten, spielt der aktuelle Boom erneuerbarer Energien und Antriebstechnologien dabei sicher eine wichtige Rolle.

Drei Gründe für den Preisanstieg

Eine erste Aufklärung kam jüngst vom Monopolinhaber für Seltene Erden selbst: China. Laut einer uns vorliegenden Meldung des News-Service Argus hat das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) eine Reihe von Beschränkungen beschlossen. Diese betreffen alle Bereiche, die mit Seltenen Erden zu tun haben – angefangen bei der Förderung, über die Verarbeitung, bis hin zum Einsatz in der weiterverarbeitenden Industrie. Allen genannten Akteuren werden strikte Quoten auferlegt. Der Export bestimmter Güter kann nicht mehr ohne explizite Freigabe der Behörden erfolgen. Die neuen, aber auch die bestehenden Regularien sollen zudem stärker überwacht werden.

Zu diesen Entwicklungen kommt, dass China die vor vielen Jahren begonnene Eigenbevorratung mit Rohstoffen jetzt wieder deutlich intensiviert. Laut einer Einschätzung des Branchendienstes Roskill (letzter Absatz) soll die chinesische Behörde für Rohstoff-Reserven (SRB) nach einer 3-jährigen Pause wieder verstärkt strategische Rohstoffe ankaufen und einlagern. Das SRB entfernt sich damit immer weiter von seiner ursprünglichen Rolle, nämlich Marktvolatilitäten auszugleichen, so Roskill.

Schon seit vielen Jahren ist China weltweit größter Verbraucher von Seltenen Erden. Offensichtlich will die chinesische Regierung mit solchen Aktionen sicherstellen, dass die heimische Industrie nachhaltig mit ausreichend Rohstoff versorgt sein wird.

Quellen: Roskill

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