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Silber

Anlage-Metall, Schmuck und zunehmend gefragt in der Elektronik: Silber

Eigenschaften von Silber

Das weiss-glänzende Edelmetall kristallisiert im kubischen-flächenzentrierten Kristallsystem. Silber hat oberhalb von 700° C, also noch im festen Zustand, einen deutlichen Dampfdruck. Von allen Metallen leitet es Wärme und Elektrizität am besten. Silber ist ebenso wie Gold nicht magnetisch und verfügt über antibakterielle Eigenschaften. Es wird von Menschen etwa seit dem fünften Jahrtausend vor Christus verarbeitet.

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Anwendungsgebiete für Silber

Da Silber weich und dehnbar ist, eignet es sich für viele Anwendungen. Mit seinem schönen weißen Glanz, das durch die Reflexion des Lichts entsteht, ist Silber besonders in der Schmuckproduktion beliebt. Dabei wird 925 Sterlingsilber verwendet. Die Zahl 925 steht für einen Silberanteil von 92,5 Prozent reinem Silber, während die restlichen 7,5 Prozent etwa Zink oder Kupfer beisteuern. Damit ein Schmuckstück die notwendige Härte erhält, ist eine Legierung notwendig.

Aufgrund der antibakteriellen Wirkung gewinnt das Edelmetall auch in der Medizin und in der Textilindustrie an Bedeutung. In der Medizin wird es als Antiseptikum verwendet, zum Beispiel in Form von Cremes und Wundauflagen. Silberpartikel auf Haltegriffen im Bus bekämpfen Bakterien, in Tennissocken und im Sportshirt wirken sie als Geruchshemmer, denen selbst Waschen nichts ausmacht: die Partikel bleiben am Stoff haften, die antiallergene Wirkung bleibt erhalten.

 

Silber kann aber noch mehr: In der Elektrotechnik werden Silberlegierungen zum Löten verwendet. In der Dentaltechnik benötigt man Silber für Zahnfüllungen.

 

Die überragenden Leitfähigkeiten von Silber machen es zu einem begehrten Rohstoff für die Elektronik, etwa in der Photovoltaik.

Sachwert Silber

Wissenswertes

Das relativ seltene Edelmetall, das etwas häufiger vorkommt als Gold, diente bereits im Altertum als wichtiges Zahlungsmittel. Silber gehört zu den wichtigsten Metallen der Erde. Während das Edelmetall früher im Bergwerk geschmolzen wurde, werden heute zumeist die Silbererze abgebaut und anschließend zu Schlamm zu verarbeitet. Häufig wird Silber auch als Nebenprodukt bei der Kupfer- oder Blei-Herstellung gewonnen.

Silber spielt auch bei allen olympischen Spielen eine große Rolle: Denn die olympischen Goldmedaillen bestehen zu 98,8 Prozent aus Silber, nur 1,2 Prozent sind Gold.

Als Geldanlage ist Silber genauso gut geeignet wie Gold. Auch wenn der Preis Schwankungen unterliegt, wird Silber langfristig immer wertvoller.

Preisentwicklung

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